Presse überregional

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20.11.2015, 08:16 Uhr | GS
CDU-Podiumsdiskussion zum Thema "Flüchtlinge" sehr gut besucht
Spannende Diskussionen und neue Erkenntnisse in Davensberg

Willkommenskultur wohin? - Zwischen Hilfe und Überforderung.“ - So lautete das Motto, unter dem die CDU im Kreis Coesfeld am 26. Oktober 2015 zu einem gemeinsamen Diskussionsabend ins Hotel Restaurant Clemens-August nach Ascheberg-Davensberg eingeladen hatte. Und der Saal war mit rund 100 Zuhörern sehr gut gefüllt, die gespannt den Ausführungen unseres MdB Karl Schiewerling, MdL Werner Jostmeier sowie Christoph Schlütermann vom DRK Kreisverband Coesfeld lauschten. Aber vor allem die aktuellen Informationen von Diane Jägers, Rechtsdezernentin der Stadt Dortmund, überraschten.

Bei der Podiumsdiskussion mit dabei waren (v.l.) Marc Henrichmann, Jost Springensguth, Werner Jostmeier, Christian Schulze Pellengahr, Diane Jägers, Bert Risthaus, Christoph Schlütermann und Karl Schiewerling. Foto: RN/Jan Hüttemann

Es gibt 60.000 bis 80.000 nicht registrierte Flüchtlinge und ca. 40 % der Antragsteller kommen aus dem Westbalkan, Tendenz steigend, da die „Winterflucht“ gerade aus diesem Gebiet noch bevorsteht!“ – Diane Jägers machte schnell deutlich, wo die Probleme lägen und fordert von demher vehemment: „Wir brauchen nicht nur Strukturen, die das bewältigen können, sondern diese müssten dann auch zwingend umgesetzt werden!“
Dem pflichtet MdB Karl Schiewerling bei und ergänzt, das „Menschenströme keine Geldströme sind, die gesteuert werden können per Knopfdruck.“ Er sieht ebenso die Politik in der Verantwortung, zumal die Flüchtlinge vor allem deshalb nach Europa kämen, weil sie hier Schutz erwarten! Er ist nach wie vor sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen können, weil wir das schaffen müssen: Für ihn bedeutet „Aufgabe“ meistern - und nicht aufgeben!
Was soll ich schaffen?“ fragt sich da der besorgte Bürgermeister aus Ascheberg, Dr. Bert Risthaus. Er habe bereits 260 Flüchtlinge in seiner 14.000 Seelengemeinde und beklagt vor allem den sprunghaften Anstieg der Flüchtlinge innerhalb kürzester Zeit: „Wir können nicht mehr aufnehmen, alle Kapazitäten sind ausgereizt, sämtliche Turnhallen belegt!“ Darunter leide der Schul- und Vereinssport – Sein Appell: „Wir brauchen eine machbare Perspektive...!“
Perspektivisch zu denken ist auch der fromme Wunsch von Christoph Schlütermann. Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld beklagt sich darüber, das nur daran gedacht wurde, Betten zu schaffen: „1 neues Bett schafft automatisch zehn neue Probleme, die binnen kürzester Zeit mit einer sehr dünnen Personaldecke gelöst werden müssten!“ Spontaner Applaus, als er sich für die Unterstützung seiner vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter bedankt.
Fazit: Eine sehr gelungene, thematisch sehr wichtige Veranstaltung der CDU-Coesfeld zum richtigen Zeitpunkt, die auch genügend Raum gab für Fragen aus der Mitte der Bevölkerung, stets kompetent beantwortet von den Teilnehmern auf dem Podium – An dieser Stelle ein Riesen-Kompliment an den Moderator Jost Springensguth, der souverän durch die Diskussion führte und so wesentlich dazu beitrug, dass immer sachlich und fair diskutiert wurde!

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