CDU-Gemeindeverband Nordkirchen
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News lokal
27.05.2021, 00:00 Uhr
CDU Nordkirchen beteiligt sich am Aktionstag gegen Antisemitismus der CDU Deutschlands
Aktiv vor Ort bewusst Zeichen setzten am Aktionstag #stehtauf!
In den letzten Wochen mussten wir alle mit Entsetzten und Irritation zugleich erleben, dass Jüdinnen und Juden mit Hassparolen, mit Angriffen gegen ihre Glaubenshäuser, mit übelsten Beleidigungen und Beschimpfungen öffentlich konfrontiert wurden: Entsetzten deshalb, weil die Art der Aggression, weil der Zeitpunkt, weil die rigorose Pauschalität gegen Menschen eines Volkes, gegen Menschen eines bestimmten Glaubens hier bei und unter uns so möglich ist; Irritation deshalb, weil die besondere Geschichte unseres Landes mit dem Judentum offensichtlich immer noch nicht bei allen angekommen ist, weil es eine Grundsatzfrage Menschlichen Miteinanders, weil es nicht ohne stetigem Bekenntnis zum Schutz aller in einer freiheitlichen Demokratie geht. Deshalb hat sich die CDU im Gemeindeverband Nordkirchen für eine Teilnahme an dieser bundesweiten CDU-Aktion am Donnerstag den 27.05.2021 gegen Antisemitismus sofort entschieden. VertreterInnen aus Nordkirchen haben sich mit der CDU Lüdinghausen an der Gedenksteele der ehemaligen Synagoge in der Hermannstraße (Lüdinghausen) getroffen, um mit dieser Geste ein Zeichen der besonderen Solidarität und auch der politischen Betroffenheit zusetzen.
Lüdinghausen - „Man muss die diffamierende Hetze im Sinne eines puren Antisemitismus wahrnehmen. Es sollte nicht dabei bleiben, sondern wir wollen an dieser Stelle vor Ort und zugleich bundesweit auf uns, auf die, die sich vor die Angegriffenen stellen, aktiv aufmerksam machen und sagen: “Ihr seid nicht allein!“ Wehret den Anfängen bzw. lasst nicht zu, dass politischer Unmut über eine aktuelle Regierung und deren Politik in Hass und Hetze pauschaler Natur enden und für Polemik ausgenutzt werden.“, so Markus Pieper, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Nordkirchen. Es geht dabei nicht um die Bewertung der aktuellen Tagespolitik im Raum Israel. Da sind zurecht viele Seiten, Gruppen und weitaus größere politischen Kräfte gefordert, hier zeitnahe und möglichst dauerhafte Lösungen zu erarbeiten. Der Stadtführer Christoph Davids erläuterte zu diesem Anlass am vergangenen Donnerstag einige lokal-geschichtliche Hintergründe und verwies seinerseits auf die Spuren jüdischen Lebens in Lüdinghausen. So ging es noch weiter zum jüdischen Friedhof, wo eindrucksvoll und erschütternd zugleich an den Gräbern die Tiefe der Willkür deutlich wurde. „Wir müssen und wollen mahnend erinnern“, so der Tenor dieses Treffens.
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